Alte Turnhalle Riethüsli wird definitiv abgebrochen
Der St. Galler Stadtrat ist aus Kostengründen nicht bereit, den Abbruch der bestehenden Turnhalle Riethüsli (Nest 2) vorläufig auszusetzen.
Der St. Galler Stadtrat ist aus Kostengründen nicht bereit, den Abbruch der bestehenden Turnhalle Riethüsli (Nest 2) vorläufig auszusetzen.
Sporthallenplanung Die Turnhalle Riethüsi weist nach dem Stadtrat verschiedene Mängel auf, wie er in Beantwortung einer Einfachen Anfrage von SVP-Parlamentarier Donat Kuratli darlegt.
Für einen Weiterbetrieb müsste die Tragstruktur für eine genügende Erdbebensicherheit ertüchtigt werden. Ebenso müsste die Dachkonstruktion ersetzt werden. Die Ölheizung, die Installationen und Oberflächen haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Auch energetisch ist der Bau ungenügend. Zudem genügen die Sicherheitsabstände um die Spielfelder und Geräte den heutigen Normen nicht mehr. Ein Weiterbetrieb des Gebäudes wäre mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden.
Es wäre mit Kosten von rund fünf Millionen zu rechnen. Anstelle der Turnhalle soll deshalb nach dem Rückbau gemäss Volksentscheid und partizipativem Prozess ein vielfältig nutzbarer Aussenraum mit Hartplatz, zwei Spielplätzen, Sitzgelegenheiten sowie Grünflächen entstehen.
Im geplanten Neubau im Quartier Riethüsli wird eine Doppelhalle zur Verfügung stehen, die dreiteilbar und mit sechs Gruppengarderoben ausgestattet ist. Somit stehen für Schul- und Vereinsnutzung statt wie bisher 110 neu 165 Lektionen pro Woche zur Verfügung, was einer Kapazitätssteigerung von 50 Prozent entspricht.
Kuratli von der SVP hat in seinem Vorstoss auch nach der Strategie hinsichtlich des akuten Sporthallenmangels gefragt. Dazu erklärt der St. Galler Stadtrat, dass im Rahmen der Neuorganisation der Vergabe von Hallenflächen Sportarten nach Standorten und Anlagenanforderungen gebündelt werden, umdie Flexibilität im Trainingsbetrieb zu erhöhen und die Nutzung zu steigern. Nachwuchsteams sollen dabei, wenn immer möglich, in ihrem Stammquartier trainieren können.
Mittelfristig ist zudem der Ersatz der Einfachhalle Kreuzbühl durch eine Mehrfachhalle vorgesehen. Parallel dazu baut die Stadt St. Gallen die Kunstrasenkapazitäten aus. Vereine mit Trainingslots auf Kunstrasen werden in einer Test-phase im Winter keine Belegung in einer Halle mehr erhalten, was mit den Vereinen abgesprochen worden ist.
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