HSG-Projekt soll Kinder klimafit machen
Studierende der HSG bringen Klimawissen in die Primarschule. Mit dem Projekt «Kinder fürs Klima» erreichen sie in wenigen Wochen rund 80 Kinder.
Axelle Scheuner (stehend links) und Emma Jakob (sitzend) engagieren sich mit ihrem Projekt «Kinder fürs Klima» direkt im Klassenzimmer. Dort vermitteln sie Schülerinnen und Schülern grundlegendes Wissen zu Umwelt- und Klimathemen. Bild: pd
Studierende der HSG bringen Klimawissen in die Primarschule. Mit dem Projekt «Kinder fürs Klima» erreichen sie in wenigen Wochen rund 80 Kinder.
Bildung In St.Gallen haben Studierende der HSG ein Bildungsprojekt für Kinder entwickelt. Unter dem Titel «Kinder fürs Klima» vermitteln sie Grundlagen zu Umwelt und Klima direkt im Klassenzimmer. Das Angebot richtet sich an Primarschulen und ist für diese kostenfrei.
Das Projekt entstand im Rahmen des Zusatzzertifikats «Managing Climate Solutions». Vier Masterstudierende konzipierten Workshops, die sie selbst durchführen. «Ziel ist es,Klimawissen früh zugänglich zu machen und Kinder für Zusammenhänge in ihrem Alltag zu sensibilisieren», sagt Axelle Scheuner,eine der vier Studierenden des Projekts.
Zwischen März und April besuchten die Studierenden vier Klassenin zwei St.Galler Schulen. Insgesamt fanden acht Unterrichtsvor-mittage statt. Rund 80 Kinder nahmen teil. Die Klassen reichten von der ersten bis zur fünften Stufe. Inhalte und Methoden passten die Durchführenden an das jeweilige Alter an.
Im Zentrum stehen einfache Erklärungen, praktische Übungen und gemeinsames Ausprobieren. Die Workshops folgen drei Schritten.Zuerst vermitteln die Studierenden Grundlagen zu Klima und Umwelt. «Danach vertiefen Spiele und Experimente das Thema. Am Ende formulieren die Kinder eigeneVorhaben für den Alltag», so Axelle.
Die Inhalte reichen von Ernährung über Energie bis zu Transportund Ökosystemen. Wir orientieren uns an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und greifenBeispiele aus dem Alltag der Kinder auf», erklärt Axelle weiter.
Das Projekt richtet sich bewusstan Kinder zwischen sechs undzwölf Jahren. In diesem Alter entwickeln sich laut den StudierendenGewohnheiten und Einstellungen besonders stark, halten die vierStudierenden fest.
Bildungsangebote zu Nachhaltigkeit hängen laut den Initianten bisher oft vom Engagement einzelner Lehrpersonen ab. Hier setzt dasProjekt an und entlastet Schulen organisatorisch.
«Die Initiative entstand in Abstimmung mit Schulen und beziehtsich auf die Klimaziele der Stadt St.Gallen. Sie soll langfristig weitergeführt werden. Geplant ist, dass künftige Studierenden-Teams das Projekt übernehmen und ausbauen», so Axelle abschliessend.
mw
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