Sozialdemokraten kritisieren die Stadt und deren Umgang mit dem 1. Mai
Zwei SP-Stadtparlamentarier kritisieren die Mitorganisation der «Pick! Shopping Days» durch die Stadt St. Gallen rund um den 1. Mai.
Kritik am St. Galler Stadtrat wegen «Pick! Shopping-Days» am 1. Mai.
Zwei SP-Stadtparlamentarier kritisieren die Mitorganisation der «Pick! Shopping Days» durch die Stadt St. Gallen rund um den 1. Mai.
Kritik Die SP der Stadt St. Gallen stellt den Anlass «Pick! Shopping Days» in Frage. Alice Froidevaux und Christoph Kobel (SP), beide Mitglieder des Stadtparlaments, haben dazu eine Einfache Anfrage eingereicht. Sie richtet sich an den Stadtrat.
Im Zentrum der Kritik an die Stadt steht der 1. Mai. Seit mehr als hundert Jahren gilt er als Tag der Arbeit. «Er erinnert an den Kampf um bessere Löhne, feste Arbeitszeiten und soziale Sicherheit», schreiben die beiden Sozialdemokraten. In St. Gallen gehört dazu eine Demonstration mit anschliessendem Fest. Nach Ansicht der beiden SP-ler widerspricht der kommerzielle Anlass diesem Charakter. «Dass der Einsatz für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter weiterhin nötig ist, zeigt die Stadt St. Gallen und insbesondere die Standortförderung aber in zynischer Weise: Bereits zum zweiten Mal tritt diese als Mitorganisatorin der 'Pick! Shopping Days' rund um den 1. Mai auf», schreiben die beiden Stadtparlamentarier. Denn die «Pick! Shopping Days» sollen auch 2026 wieder rund um den 1. Mai stattfinden. Die Stadt unterstützt den Anlass.
Die SP-Stadtparlamentarier Alice Froidevaux und Christoph Kobel verlangen in ihrer Einfachen Anfrage an den Stadtrat eine Begründung. Sie fragen, wie der Stadtrat die Förderung rechtfertigt. Sie wollen zudem wissen, wie die Bedeutung des 1. Mai künftig stärker berücksichtigt werden soll. Alice Froidevaux betont in der Einfachen Anfrage die Rolle der Arbeitnehmenden. Eine lebendige Innenstadt und ein starkes Gewerbe seien wichtig. Dennoch dürfen am Tag der Arbeit nicht Kauf und Konsum im Mittelpunkt stehen. Und auch Christoph Kobel spricht von einem falschen Signal. Der Anlass lenke vom historischen Hintergrund des Datums ab. Er erwartet vom St. Galler Stadtrat mehr Verantwortung und ein klares Bekenntnis zur sozialen Bedeutung des 1. Mai.
mw/pd
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